Diva klärt auf ! Heute , die Blindenleitlinie

Ich wiederhole mich zwar, denn ich habe das auf Facebook schon einmal erklärt , aber ich möchte das auch alle meine Blogleser Bescheid wissen und diesmal mit ganz ausführlicher Erklärung. Das worauf ich da liege, sind keine Ruhezonen für müde Hunde . leitlinie+Das sind Leitlinien für Blinde und Sehbehinderte Menschen

. Man findet sie auf dem Boden von Bahnhöfen, Flughäfen, Bushaltestellen in Innenstädten und an vielen anderen öffentlichen Plätzen

. Ich glaube viele Menschen wissen gar nicht wozu diese Linien und Hubbel da sind . denn wenn sie es wüssten, dann würden sie diese Leitlinien bestimmt nicht so häufig , besonders in Bahnhöfen blockieren.

Viele Menschen nutzen sie um ein Päuschen zu machen, um ein Schwätzchen zu halten , oder stehen einfach nur so mit ihrem Gepäck darauf rum. Das ist mir schon häufiger aufgefallen wenn wir unterwegs sind

Bitte liebe Menschen, achtet doch darauf , das ihr diese Linien auf dem Boden für die Blinden und Sehbehinderten freihaltet. Ihr helft ihnen damit sehr den richtigen Weg zu finden.

Und hier nun die Erklärung , richtig und ausführlich von Tante Wikipedia

Als Blindenleitsystem (manchmal auch Leitliniensystem genannt) bezeichnet man allgemein Systeme, die es blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen ermöglichen, sich selbständig im öffentlichen Raum zu bewegen.

In der Regel handelt es sich heute um Taktile Bodenleitssysteme, alternativer Ausdruck Tastbare Bodenleitsysteme, von Bodenindikatoren, die blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen ermöglichen, sich mittels eines Pendelstocks bzw. Blindenstocks selbständig im öffentlichen Verkehrsraum und in Gebäuden zu bewegen.

International und regional verschieden konzipierte Taktile Bodenleitsysteme aus optisch und taktil kontrastierenden Bodenindikatoren wie beispielsweise Rillenplatten und Noppenplatten bzw -pflaster finden sich als bauliche Ausstattung von Straßen, Plätzen, Haltestellen des ÖPNV, Bahnhöfen sowie öffentlichen Einrichtungen mit Leitsystemen. Ziel der Ausstattung ist die Barrierefreiheit im öffentlichen (Straßen-)Raum.

In der Regel bestehen Blindenleitsysteme aus Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern. Leitstreifen bieten Führung zu wichtigen Zielen, etwa Aus- und Eingängen, Treppen, Aufzügen, oder über große Flächen, z. B. Plätze, die wenig Orientierung bieten, oder helfen Hindernisse zu umgehen. Aufmerksamkeitsfelder können sehr unterschiedliche Funktionen haben:

  • Abzweigefelder weisen auf Verzweigungen oder Richtungswechsel hin.
  • Richtungsfelder zeigen Richtungen, z. B. bei Fahrbahnquerungen an.
  • Auffindestreifen weisen auf den Beginn eines Blindenleitsystems oder auf seitlich gelegene Ziele hin, z. B. Haltestellen oder Aufzüge.
  • Einstiegsfelder markieren den Einstieg, z. B. an Bushaltestellen.
  • Warnfelder warnen vor Hindernissen.
  • Auffangstreifen begrenzen begehbare Flächen, z. B. auf Bahnsteigen.

Blinde können die Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder mittels eines Blindenstocks ertasten und sich so orientieren. Ebenfalls zu Blindenleitsystemen gehört die Ausstattung von Treppengeländern oder Aufzügen mit Beschriftungen in Brailleschrift oder Pyramidenschrift und die kontrastreiche Kennzeichnung von Stufen oder Bahnsteigkanten. Ziel der Anlage von Blindenleitsystemen ist es, Blinden und Sehbehinderten durchgängige Wegeketten zu bieten und ihnen die Nutzung der entsprechenden Einrichtungen zu ermöglichen. Als Bodenindikatoren werden i. d. R. Rillen- bzw. Rippenplatten und Noppenplatten eingesetzt, vereinzelt auch andere Oberflächen, z. B. Rauten. Sie bestehen zumeist aus Beton, manchmal aus Naturstein mit gefräster Oberfläche, vereinzelt auch Kautschuk, Metall oder Kunststoff (dann zumeist in Innenräumen, z. B. Bahnhöfen.)

Rillenplatten mit auffälligem Rillenmuster werden schon seit langem in Deutschland eingesetzt und sind deshalb die am meisten verwandten Bodenindikatoren. Diese Platten sind in der DIN 32984 beschrieben. Die dort definierten schmalen Rillen lassen sich mit den heute üblichen Stockspitzen aber kaum vom Umgebungsbelag unterscheiden. Deshalb werden zunehmend Platten mit breiteren Rillen eingebaut. Statt Querschnitten mit Sinuswellenstruktur erhalten die Platten zunehmend trapezförmige Rippen. Über das Umgebungsniveau hinausragende Rippen sind zudem besser ertastbar als vertiefte Rillen. Rillenpflaster wird naturgemäß v. a. bei Leitstreifen und Richtungsfeldern eingesetzt. Sie sind durch Schuhsohlen hindurch nur bei sehr breiten Rippenabständen fühlbar. Mit dem Langstock hingegen bieten sie eine gute Führung über längere Strecken (z. B. zwischen einem Bahnhof und einem Busterminal).

Noppenplatten werden bei verschiedenen Aufmerksamkeitsfeldern eingesetzt. Noppenpflaster lässt sich nicht nur mit dem Langstock, sondern zumeist auch mit den Füßen ertasten und sind deshalb zur Warnung besonders geeignet. Die Noppen bestehen i. d. R. aus Kugelkalotten oder Kegelstümpfen.

Der Kasseler Rollbord ist ein behindertengerechter Übergangsbordstein. Er erlaubt eine Absenkung des Bordsteins auf Fahrbahnniveau, so dass die Belange von Rollstuhlfahrern, Radfahrern, Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren in hohem Maße berücksichtigt werden. Gleichzeitig können sich auch blinde und sehbehinderte Menschen durch die taktil erfassbare Oberfläche (Trapezprofil) gut orientieren.

 

Ich fände es sehr nett von Euch , wenn ihr zukünftig darauf achtet und die Linien freihaltet.

Ich verspreche auch , das ich selbst auch darauf achten werde und mich nicht mehr auf diese Linie legen werde wenn ich auf einen Zug warte.

Bis bald und ein schönes Wochenende wünscht Euch

Diva

P.S. Und damit es noch viel mehr Menschen erfahren, dürft ihr das auch gerne weiter erzählen ! 🙂

Advertisements

Über Donna & die blinden Simulanten

Donna packt aus ! Donna erzählt Geschichten und zeigt Bilder aus ihrem Leben mit ihren beiden blinden Simulanten

Veröffentlicht am 31. August 2013 in Sehbehindert/ Blind und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 11 Kommentare.

  1. Elvira Zimmermann

    Liebe Diva und natürlich auch Anja ! Danke das du es so genau erklärt hast ! Bei mir in der Schweiz sieht das Leitlinien System ein wenig anders aus ! Aber auch hier haben wir immer wieder die selben Probleme in der Schweiz wird dieses Jahr wieder am Tag des weissen Stocks eine öffentlichkeitskampagnie geben um genau darauf hinzu weissen !!

    • Hallo liebe Elvira ,
      Es ist hier an Bahnhöfen wirklich immer extrem. Manchmal denk ich das ist eine Pausenlinie, weil soviele darauf rum stehen. Aber woher sollen die Leute das auch wissen was das ist ? Darum versuche ich hier zumindest ein paar Leute aufzuklären ! Liebe Grüsse Diva

  2. Hast du schön erklärt… :mrgreen:
    Aber wie bei allem ist es so…. wenn man davon nicht betroffen ist oder sich damit beschäftigt hat, weiß man das alles nicht.
    Obwohl ich nicht betroffen bin, werde ich an entsprechenden Stellen darauf achten dass diese Wege frei bleiben !

  3. Hallo Diva,
    wir sind echt froh das du das so ausführlich erklärt hast. Wir haben das echt nicht gewusst und bis jetzt auch gar nicht darauf geachtet. Aber jetzt werden wir immer aufpassen. Versprochen!!!
    Liebe Grüße von Emma, Lotte und Frauchen

    • Hallo Emma , Lotte und Frauchen
      Da geht es dir wie den meisten Menschen . Es weiss kaum jemand ! Danke das du demnächst drauf achtest ! Liebe Grüsse Diva

  4. Alles klar, werde künftig ein Auge auf solche Linien haben. Eigentlich glaube ich, dass es solche in meinem Umfeld gar nicht gibt… Aber erst mal gucken und ja nicht blockieren..
    LG, Trudy

  5. Auch wir hatten keine Ahnung und ehrlich gesagt, sind uns noch nie welche aufgefallen. Aber, versprochen, wir werden darauf achten und das nicht nur, um den Weg nicht zu blockieren. Danke für den ausführlichen Bericht!

    LG Andrea und Linda

  6. mitlucyumdenblog

    Ohh, Dankeschön für die Aufklärung. Da hatte ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Und Frauchen wohl auch nicht …1001 Grüße von Dackelina Lucy

  7. Also in Celle gibt es seit einigen Jahren an den Ampeln Flächen mit diesen Platten und nun ist mir (dank dir) auch aufgefallen, das manchmal auch eine Linie mit diesen Platten zu den Flächen führt. Jetzt breche bitte nicht ich in Gelächter aus, aber ich habe mir schon viel überlegt, warum die das so gepflastert haben und am wahrscheinlichsten war für mir, das die Platte wohl griffiger sind und das Ausrutschen verhindern sollen….. *schäm*
    Nun weiß ich es besser, aber warum wird auch nicht einfach mal drauf hin gewiesen?! Menno! Wobei ich dir sagen kann, ich Celle gibt es wenig von solchen Wegkennzeichnungen.
    Also, auch ich achte in Zukunft besser drauf, wo ich stehe – Ehrensache!
    LG Siggi

Trau dich und schreib mir hier, für deinen Kommentar danke ich dir!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: