Gestern war ein saublöder Tag

Meine Menschen wollten in die große Stadt-Köln und wir sollten mit.

Nein, sie wollten nicht jemanden aus der Verwantschaft besuchen, sie wollten mitten in die Kölner Innenstadt.

Sie wollten sich in einem bestimmten Geschäft etwas angucken. Solch einen Laden gibt es hier in unserer Stadt nicht.

Als ich mitbekam wo es hingehen sollte, stellte ich mich schlafend.

Nöö! Ich finde Stadt ätzend! Zuviel Leute, zuviel Beton und die ganze Zeit muss man online laufen.Sollen sie mich doch ruhig hier lassen. Dann könnte ich schön schlafen.

Ich tat so als ob ich mich im Tieffschlaf befände.

Donna, die Schleimerin weckte mich aber. Kaum hatte sie ihr Halsband und Geschirr an, kam sie zu mir geflitzt und hüpfte auf mir rum, bis das es mir zuviel wurde.

‚ Komm Diva, los aufstehn, wir fahren weg! ‚ schrie sie mir die ganze Zeit ins Ohr.

‚Boah , ich hab kein Bock, es ist Samstag, weißt du eigentlich wie voll es an Samstagen in der Kölner Innenstadt ist? ’sagte ich zu Donna

‚Ja, davon habe ich gehört, aber die Menschen meinten , das es für mich eine gute Übung wäre. An solch einem Tag war ich noch nie in der Stadt, ich will das mal sehen!‘ erwiederte Donna

Na gut. Ich raffte mich langsam auf, gähnte nocheinmal und ließ mich auch anziehen.

Dann ging es los.

Im Bus und auch in der Regionalbahn war alles o.k. Es war leer ich konnte mich breit machen und noch etwas dösen.

Es war wieder eine von diesen uralt Regional Bahnen , mit diesem blödem steilen Einstieg. Donna mag die nicht gerne, aber sie stieg trotzdem problemlos ein.

Das Problem kam erst beim aussteigen. Donna traute sich nicht mehr aus der Bahn raus. Sie stand vor dm Ausstieg, glotze mich an, ich stand natürlich schon mitten auf dem Bahnsteig des Kölner Hauptbahnhofes und Donna stand vor der Stufe der Bahn und jaulte wie Lassie wenn sie Hilfe holte.

Ich sagte ihr noch: ‚ Komm kleine, ein großer Satz und du bist draussen!‘ Aber die kleine Schisserin bestand darauf rausgetragen zu werden.

Dann ging es quer durch den Bahnhof, zur Strassenbahn, mit der wir auch noch zwei Stationen fuhren.

Brechend voll war das Teil, aber wir passten noch mit rein.

 Nun waren wir am Neumarkt.

Von dort aus drehten wir eine Runde zur Mittelstrasse (wo sich auch der Laden befand den meine Menschen suchten) über Pfeilstrasse, Breite Strasse zurück zum Dom und wieder zum Hauptbahnhof.

Hier gibt es eine Karte

Zwischendurch setzten wir uns auch mal in ein Cafee und tranken einen Cafe Latte und für uns Hunde gab es zwei Schälchen Wasser.

Ich legte mich genüsslich neben den Tisch und ruhte mich aus.

Vorbeigehende Passanten blieben öfters neben mir stehn. Ich hörte Worte wie: Was für ein schöner Hund…..Was ist das für eine Rasse…..ohhh ist der toll……boah ist der groß……guck dir mal die Falten an….ist das eine Bordeauxdogge……ist der aber lieb….darf ich den mal streicheln……ohh guck mal..wie der Huutsch

Ich fühlte mich ein bisschen wie ein Zootier das begafft wurde, aber mir war es egal, Hauptsache ich lag und konnte mich ausruhen.

Ich wunderte mich darüber, wieviele andere Hunde in der Stadt rumliefen. Ob die alle zum üben hier waren? Ob die hier wohnen? Ich würde niemals mitten in der Stadt wohnen wollen!

Aber was ich dann erlebt habe, riss sogar mich aus meinen Schlummerträumen. Es kam eine Frau, die meine Rasse extrem toll fand, sie fragte meine Menschen über mich aus, streichelte mich….und stöhnte dabei. aaaaaah wie süß…..ohhhhhah ist die tolll. ohhh ich liebe diese Rasse…..aahhhhhhh ist das schön….jaaaaa.wie toll.

Es hörte sich fast an als hätte sie einen Org……s bekommen ( wisst ihr was ich meine, ich darf solche Wörter hier nicht ausschreiben)

Ich genoss es und meine Menschen schmunzelten.

Dann ging es weiter.Alles soweit problemlos. Bis Donna sich mitten in der Fußgängerzone mit einer Kuh anlegen wollte.

Dort stand eine Deko Kuh in Lebensgröße. Sowas hat Donna noch nie gesehen. Sie kläffte wie eine Irre (eigentlich vor Schiss), sie hörte gar nicht auf.

Meine Menschenfrau ging näher zur Kuh hin, ich hinterher ( vor echten Kühen hab ich ja auch Angst, aber doch nicht vor solch einem Plastikteil) Ganz langsam traute Donna sich auch näher an die Kuh ran, machte aber immer wieder einen Satz zurück. Menschen beobachteten das und lachten sich halb tot. 🙂

Wir blieben solange bei der Kuh und um gingen um die Kuh herum, bis auch Donna schnallte das die nicht gefährlich ist.

Dann ging es weiter, wir kamen wieder an der Riesen Kirche vorbei, die sich Kölner Dom nennt. Nun wusste ich, gleich sind wir wieder am Bahnhof und es geht endlich wieder nach Hause.

Meine Menschenfrau war genauso erleichtert wie ich als wir bei uns wieder aus dem Zug stiegen.

Sie war absolut genervt von den ganzen Menschenmengen und sagte sie würde NIIIIIE wieder nach Köln fahren, sie hätte da keine Lust mehr drauf.Das würde ihr alles auf den Keks gehen! ( Sie ist halt auch eher so ein Dorftrottel wie ich)

Ich war froh das zu hören.

Mein Menschenmann war da viel gelassener , der meinte so schlimm war das doch gar nicht.

Ich hoffe das ich nicht nochmal mit ihm nach Köln fahren muss!

Donna fand das auch alles o.k. Soll er doch demnächst mit Donna nach Köln fahren! 🙂

Ich war nun heilfroh wieder in meiner Heimat zu sein und offline über Wiesen rennen zu können.

 

Bis bald

und ich wünsche euch einen schönen Sonntag

Eure Diva

Advertisements

Über Donna & die blinden Simulanten

Donna packt aus ! Donna erzählt Geschichten und zeigt Bilder aus ihrem Leben mit ihren beiden blinden Simulanten

Veröffentlicht am 28. August 2011, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 18 Kommentare.

  1. ach mein Elfchen….was sind wir uns doch ähnlich, beide haben wir durchgeknallte Frauchen 😉 beide völlig gelassene Herrchen 🙂 beide hassen wir die Stadt 😦 und…….das mit dem Anfassen kenne ich, ach….ist DIE süüüüüss……….so ein niedliches Bärchen grrrrrrrrrrr…………:-( 😦
    ne ne ne …..ich bleibe lieber Dorfköter !!
    Übrigens, hat der Blitz uns lahmgelegt, daher bin nur per Stick on 😦
    bis …………….wir aus dem Tal der Ahnungslosen wieder erlöst werden, Bussi Indi

    • Da könnt ihr ja froh sein, das ihr noch einen Stick habt! Ich wunder mich gerade das man bei euch im Dorf überhaupt einen Stick kennt….ich dachte ihr kommuniziert noch mit Rauchzeichen! 🙂 🙂 🙂
      L.G. Diva

  2. Oh Diva. Ich kann dich so gut verstehen.
    Wenn es nach mir ginge, dann würden wir auch nur in weniger belebten Gegenden herum spazieren. Viele Menschen, dauernd will irgendwer irgendwas von einem und alle rennen kreuz und quer. Leider liegt unsere Arbeitstätte ja mitten in der hamburger Innenstadt. Aber ich kann dir sagen, dass wir hier auch jeden Tag froh sind, wenn wir wieder zu Hause sind.
    Aber das Donna das alles so super gemeistert hat ist eine tolle Sache. So eine Kuh hätte ich auch angebellt 🙂

    Liebes *wau* und einen schönen, ruhigen Sonntag.
    die Smilla

  3. liebe diva, ich kann dich gut verstehen. auch ich HASSE stadtausflüge. um es auch allen zu zeigen, scheiße ich regelmäßig in die fußgängerzone :mrgreen:

    liebe grüße und nen schönen sonntag, joschi

  4. Ein schöner Erlebnisbericht !
    Kann ich verstehen, daß du so ein Getümmel nicht magst. Aber es ist nun mal nötig, euch und jetzt eben Donna dran zu gewöhnen. Damit ihr keine Angst habt.
    Sei froh, daß du dort nicht ständig sein miußt (wohnen).

  5. Hi Diva,
    da hättest du ja gleich noch nach meinem Nero – Liebesschloss an der Hohenzollernbrücke schauen können…
    Wie schön, dass ich den Dom wiedersehen konnte – Danke!
    Mir macht es nix aus, in der Stadt zu sein, Momo findet es genauso blöd, wie du.
    Schönen Sonntag und liebe Grüße Isi

    • Bei der Menge Schlösser die da hängen, findet man doch kaum eins wieder. Meine Menschen finden ihr Schloss noch nichtmal, obwohl sie extra die Gitter abgezählt haben wo sie es hingehangen haben.
      Der Donna macht das in der Stadt auch nichts aus, im Gegenteil, die fand das interessant!
      L.G. Diva

  6. Boah… was ihr alles erlebt! Ich bin ja auch lieber der Kleinstadtfan. War ich schon mal in Dresden????
    Nur im vorbeilaufen oder an der Elbe.
    Bin nicht Großstadttauglich, hab vier Füße, die vertue ich im Wald.
    der Roki

  7. Hi Diva,
    neeee – was haben wir ein Glück, dass wir auf’m platten Land bleiben können. Unsere Leute mögen Großstädte auch ganz und gar überhaupt nicht und wir müssen deswegen nie nicht da mit hin 😀 Mit der Kuh hätten wir andere Dinge gemacht als angeBELLT… hihi…
    LG und Wuff, Nero & Murphy

  8. Or voll der Stress! Das hat nun Donna von ihrer Drängelei! Plastikkühe und stöhnende Menschen. Bei nächsten Stadtausflug stellt ihr dann euch beide tief schlafend!

  9. Ich glaub der Donna hat das gefallen. Die will doch immer und überall mit hin, die alte Schleimerin!
    L.G. Diva

  10. Oh je du Arme. Ich mag die Städte auch nicht. Viel zu viel gedrängel und viel zu viele Menschen.
    Aber der Ausgleich am Sonntag hat dich sicher gebürend entschädigt.

    Liebes WUUUH
    Sally

  11. Was man nicht alles mitmacht nur damit sie glücklich sind…Ich kenne Köln-Stadt nicht aber dafür Frankfurt, dort ist es auch sehr wuselig aber auch spannend. Ätzend ist nur dass man die ganze Zeit an der Leine laufen muss.

    WuffWedel,
    Dixie

Trau dich und schreib mir hier, für deinen Kommentar danke ich dir!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: